Die Symptome einer Selen-Überdosierung und wie du sie vermeidest

Die Symptome einer Selen-Überdosierung und wie du sie vermeidest

Unser Körper braucht Selen, um normal zu funktionieren. In der richtigen Menge ist das Spurenelement daher ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Dennoch kann eine Selen-Überdosierung ziemlich problematisch sein. Die Symptome reichen schließlich je nach Grad und Dauer der Überdosierung von der körperlichen Erschöpfung bis hin zu neurologischen Problemen.

Doch warum kann es überhaupt zu einer Selen-Überdosierung kommen?

An welchen Symptomen erkennst du sie?

Was sind die folgen einer Überdosierung mit Selen und wie kannst du sie vermeiden?

Die Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Selen-Überdosierung haben wir hier für dich zusammengefasst.

Warum kommt es zu einer Selen-Überdosierung?

Wie bereits erwähnt, ist Selen für uns lebenswichtig. Der Nährstoff wird für zahlreiche Funktionen im Körper gebraucht und garantiert, dass diese normal ablaufen. Dazu zählen etwa die Funktionen des Immunsystems, die Erhaltung von Haaren und Nägeln und auch der Schutz der Zellen vor freien Radikalen.

Da Selen nicht im Körper selbst produziert werden kann, müssen wir es durch die Ernährung aufnehmen. So weit, so gut. Doch ganz so einfach ist es leider nicht: Selen wirkt nämlich in erhöhter Konzentration stark toxisch.

Hinzu kommt, dass der Unterschied zwischen einer zu niedrigen Selen-Dosierung, die einen Mangel auslösen kann, und einer Überdosierung mit dem Spurenelement sehr gering ist.

So kann etwa schon der regelmäßige Griff zu bestimmten Nüssen zu einer leichten Selen-Vergiftung führen: Die eigentlich gesunden Paranüsse gelten als Selen-Bomben schlechthin. Das macht sie einerseits zu einer gesunden Alternative zu Selen aus Tierprodukten. Andererseits kann zu häufiges Snacken auch in einer Überdosierung mit Selen enden. Abgesehen vom Selen solltest du aber ohnehin nicht zu viele Paranüsse essen. Die Nüsse sind nämlich auch relativ anfällig für Giftstoffe aus Schimmelpilzen und sind gut darin, radioaktive Strahlung aus der Natur zu speichern.

Neben der Ernährung können aber auch falsch eingenommene Selen-Supplemente für eine Überdosierung verantwortlich sein. Achte daher stets darauf, die Selen-Grenzwerte für die tägliche Einnahme nicht zu überschreiten.

Ab wann spricht man von einer Selen-Überdosierung?

In der Regel brauchen Frauen etwas weniger Selen als Männer, schwangere Frauen jedoch etwas mehr.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt als Obergrenze zur sicheren Einnahme für Erwachsene ~300 µg Selen pro Tag, was bereits einem Vielfachen des Tagesbedarfs entspricht. Kommst du regelmäßig über diesen Wert, kann es mit der Zeit zu Symptomen einer Selen-Überdosierung kommen.

Ebenso kann auch eine akute Selenvergiftung auftreten. Das passiert allerdings erst bei viel höheren Mengen, wie etwa einer Einnahme von 3-7 mg Selen an einem Tag.

Das sind die Symptome einer Überdosierung mit Selen

Eine Selen-Überdosierung kann zu einer Selenvergiftung oder Selenose führen. Achte dabei auf folgende Symptome:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Übelkeit
  • Muskelschwäche
  • Durchfall
  • Jucken, Kribbeln oder Taubheitsgefühle auf der Haut
  • Haarausfall und Verlust von Nägeln
  • Hautrötungen

Bei einer akuten Vergiftung mit einer großen Menge an Selen, kann das unter Umständen sogar lebensbedrohlich sein.

Wie kommt es zu diesen Symptomen?

Die genauen Gründe, warum eine Überdosierung mit Selen zu diesen Symptomen führt, ist nach wie vor nicht vollständig erforscht. Man vermutet allerdings, dass diese Folgen einer Selenose nicht durch einen einzigen Mechanismus im Körper passieren. Vielmehr sind es wahrscheinlich eine Reihe von Abläufen im Organismus, die zusammen die Symptome auslösen.

Selen ist schließlich an einer ganzen Menge von Prozessen im Körper beteiligt. Eine Störung in der Versorgung, sei es durch Mangel oder Überdosierung, bringt dieses Gleichgewicht dann schnell ins Wanken.

Hat eine geringe Überdosierung auch schon Nebenwirkungen?

Überschreitest du die tägliche Obergrenze zur Einnahme einmalig um ein paar Mikrogramm ist das noch kein Problem. Erst bei langfristiger übermäßiger Aufnahme zeigen sich erste Symptome.

Aus der Liste oben, sind es vor allem Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit und Muskelschwäche, die in diesem Fall auftreten können.

Zuviel des Guten: Die Folgen einer Überdosierung mit Selen

Aktuell gibt es keine bekannte Therapie zur Behandlung einer Selenvergiftung. In der Regel führt eine Reduktion des aufgenommenen Selens mit der Zeit allerdings zum Abklingen der Symptome, da das Spurenelement ganz natürlich nach und nach vom Körper ausgeschieden wird.

Stellt der Arzt oder die Ärztin also eine leichte Selenose fest, bleibt meist nichts anderes übrig als darauf zu warten, bis der Körper das Ungleichgewicht im Nährstoffhaushalt von selbst ausgleicht. Sind die Werte wieder in Ordnung, hat das normalerweise auch keine bleibenden gesundheitlichen Folgen.

Rund um das Thema Selen wird in der Medizin weiterhin eifrig geforscht, da noch lange nicht alle Fragen geklärt sind. Die Folgen einer lange andauernden Selen-Überdosierung sind etwa schlichtweg noch nicht ausreichend bekannt. Es gibt jedoch Indizien, dass eine langjährige Überdosierung auch zu chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.

Die Dosis macht das Gift: So vermeidest du eine Selen-Überdosierung

Wir wissen nun also, dass wir Selen brauchen und dass zu viel davon schädlich sein kann. Doch wie vermeidet man am besten eine Überdosierung?

Einerseits solltest du bei deiner Ernährung aufpassen und etwa Paranüsse, die sehr viel Selen enthalten, nicht regelmäßig in großen Mengen konsumieren. Auch aufgrund anderer enthaltener Schadstoffe lautet die allgemeine Empfehlung, nicht mehr als zwei Paranüsse pro Tag zu essen.

Außer beim Speiseplan ist im Zusammenhang mit Selen aber auch bei Supplementen Disziplin gefragt. Achte vor allem darauf, nicht regelmäßig zu hohe Dosen Selen zu dir zu nehmen. Als Richtwert für die noch sichere maximale Dosis gelten die oben erwähnten 300 µg Selen pro Tag für Erwachsene. Solltest du keine akuten Mangelerscheinungen aufweisen, ist es im Zweifel besser, die Selen-Dosierung niedriger zu halten. Greifst du zu Nahrungsergänzungsmitteln, kannst du etwa auch jeden zweiten Tag eine Selen-Tablette oder -Kapsel einnehmen.

Spätestens bei ersten Symptomen einer Selen-Überdosierung, wie etwa Übelkeit oder Muskelschwäche, solltest du die Einnahme unterbrechen oder zumindest die Dosis reduzieren.

Im Allgemeinen gilt wie immer: Die Informationen zur Einnahme auf der Verpackung beachten und bei Fragen auf den Rat deines Arztes / deiner Ärztin zurückgreifen. Wenn du dann noch auf deinen Körper hörst, brauchst du dir im Normalfall um eine Selen-Überdosierung keine Sorgen machen.

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