Vitamin C Creme? Was Zitronen mit Anti-Aging zu tun haben

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Natürlich geht es hier nicht nur um Zitronen. Sind wir uns aber ehrlich: Wenn wir ein Lebensmittel nennen sollen, das Vitamin C enthält, fällt uns sofort die Zitrone ein. Immerhin haben Piraten damit auch Skorbut bekämpft, oder?

Rote Paprika, Petersilie oder Rosenkohl sind aber nur drei Beispiele, die deutlich mehr Vitamin C als Zitronen enthalten.

Wir haben es im Titel schon genannt. Vitamin C soll nun auch bei der Haut helfen? Wir lüften hier das Geheimnis darum, wie Vitamin C in der Haut Wirkung zeigt. Ist es der neue Anti-Aging-Trend? Ist ein Serum besser als eine Creme? Wann wirkt denn überhaupt eine solche Vitamin-C-Creme richtig gut?

Zuerst aber zum Allgemeinen, warum das schon Sinn macht.

Saures für geschmeidige Haut: Vitamin C gegen Pigmentflecken und Falten

Tatsächlich hat es da etwas auf sich. Vitamin C wirkt nämlich bei einigen Prozessen im Körper, die für eine gesunde Haut sorgen. Schöner wird sie dabei zugleich.

Vitamin C ist

  • ein Antioxidans. Es macht freie Radikale unschädlich.
  • Hilft beim Aufbau von Kollagen mit. Das brauchst du für eine glatte Haut und beugt Falten – oder ersten Fältchen – vor.
  • Es wirkt gegen Unreinheiten wie Akne und Pigmentflecken.

Sehen wir uns das der Reihe nach an.

Vitamin C und freie Radikale – was hat das mit der Haut zu tun?

Sobald unser Körper etwas „verstoffwechselt“ – d. h. der Stoffwechsel springt an und wir verarbeiten Nährstoffe –, entstehen andauernd freie Radikale. Das können wir nicht verhindern.

Ganz nebenbei bekommen wir aber auch freie Radikale über andere Umwelteinflüsse in den Körper. Ihr kennt sie sicher, denn die Rede ist u. a. von der UV-Strahlung, der Luftverschmutzung und dem Tabakrauch.

Freie Radikale sind instabil und wollen Reaktionspartner suchen. Dabei zerstören sie aber Zellmembrane, Lipide und Proteine. Das sind genau die Bestandteile, die unsere Haut braucht, um gesund zu sein. Sie sind essenziell für die Haut: Sie kann diese nicht selbst herstellen.

Kurz und knapp: Bewegen sich zu viele freie Radikale in deinem Körper herum, lässt das deine Haut altern.

Es gibt jedoch etwas, das unseren Körper vor diesen freien Radikalen schützt: Antioxidantien. Sie können auch die durch die freien Radikale verursachte Hautalterung mindern oder gar aufhalten.

Und jetzt kommt das, was wir vorher schon angesprochen hatten: Vitamin C ist ein Antioxidans und es ist weltberühmt. Es gibt zwar auch noch andere, aber bei Vitamin C wissen wir durch Studien, dass es tatsächlich auch als Hautpflegeprodukt wirkt!

Vitamin C gegen Falten? Kollagen als verbindendes Gewebe

Wenn eine Werbung zu Anti-Aging-Creme läuft, geht es stets um straffe Haut. Tatsächlich ist das genau das, was wir wollen, oder? Keine Falten! Tatsächlich ermöglicht uns das das Protein Kollagen, welches hauptsächlich im Bindegewebe vorkommt.

Werbebotschaften würden kurz sagen: Kollagen verhilft der Haut zu mehr Straffheit. Und Vitamin C trägt seinen Anteil bei der Produktion von Kollagen bei.

Vielmehr ist es aber dann auch das Vitamin C, das dieses Gewebe weiter vor freien Radikalen schützt – siehe oben. Streng genommen ist also auch schon der erste Teil ein „Anti-Aging“-Effekt des überall bekannten Nährstoffs.

Vitamin C bei Pigmentflecken, Akne und Pickeln

Lass uns noch einmal die Wirkung von Vitamin C als Antioxidans hervorheben. Das hilft nämlich auch bei Hautunreinheiten wie Akne und Pickeln. Die antioxidative Wirkung bedeutet nämlich, dass es entzündungshemmend ist. Die Haut bleibt rein.

Bei Pigmentflecken müssen wir ein wenig differenzieren. Sind sie einmal da, hilft auch eine ganze Dose Vitamin C Creme nicht. Sie kann die Pigmentierung nicht rückgängig machen.

Vielmehr wirkt sie prophylaktisch. Es ist nämlich wissenschaftlich in Studien bewiesen, dass Vitamin C einer übermäßigen Bildung von Melanin entgegenwirkt. Dieses rötliche oder braune Pigment ist genau das, was wir in den „Altersflecken“ optisch sehen. Hier kann also Vitamin C – zumindest im Vorhinein – Abhilfe schaffen.

Die UV-Strahlung ist ebenso ein Beschleuniger für Altersflecken. Vitamin C wirkt hier wie eine Art Schutz, denn auch hier mischen sonst freie Radikale mit.

Eine Vitamin C Creme für die Haut. Diese Inhaltsstoffe wirken.

Ihr kennt das sicher. Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C. Es gibt doch Ascorbinsäure (oder L-Ascorbinsäure) und „natürliches“ Vitamin C? Nun, nicht ganz, denn Ascorbinsäure ist einfach die echte chemische Bezeichnung für Vitamin C in Reinform. Um genau zu sein, ist der Name „Vitamin C“ gar nicht richtig – dazu an anderer Stelle mehr.

Trotzdem gibt es aber unterschiedliche Darreichungsformen, denn oft ist der Nährstoff in Cremes nicht „pur“ enthalten. Es gibt deswegen:

  • Ascorbinsäure als reines Vitamin C
  • Ascorbylglucosid als Verbindung mit Traubenzucker
  • Magnesium Ascorbylphosphat oder Sodium-Ascorbyl-Phosphate als salzartige Ester-Form
  • Ethyl-Ascorbinsäure als eine etwas andere wasserlösliche Ester-Form
  • Ascorbyl-Palmitat oder Ascorbyl-Tetraisopalmitat als fettlösliche Ester.

Muss es also das reine Vitamin C sein? Bei der Haut eher nicht. Denn L-Ascorbinsäure ist nicht „aktiv“. Sie muss erst vom Organismus umgewandelt werden, wodurch ein Verlust entsteht. Dazu ist die reine Version sehr oxidationsanfällig und zersetzt sich schnell. Die Creme wäre also nicht lange wirkungsvoll.

Anders ist das bei Vitamin C Serum mit Ethyl-Ascorbinsäure möglich, da es unter folgenden Bedingungen für eine gewisse Zeit haltbar ist. Das Serum ist vom pH-Wert sehr sauer und muss in einer luftdichten Verpackung – meist einem Pumpspender – verfügbar sein. Die für ein Serum üblichen Pipetten-Fläschchen sind hier leider nutzlos, weil dort Luft hineinkommt,  was die Wirkung des Serums schnell zunichtemacht.

Hier heißt es jedoch auch auf die Konzentration zu achten, denn als Säure ist sie sehr ätzend und kann die Haut reizen. Außerdem nimmt ab einer 20-prozentigen Konzentration die Wirkung wieder ab.

Es gilt auch bei Cremes, dass die Höhe der Konzentration nicht unbedingt für Qualität steht. Das Produkt als Ganzes (auch die Creme selbst) muss hochqualitativ sein. Wichtig sind Anteile, die die Wirkstoffe tief in die Haut transportieren können – wie Phosphatidylcholin. Die Hautbarriere bringt dich sonst um die Wirkung. Außerdem musst du die Creme unbedingt kühlen.

Deswegen wird in der Regel für den täglichen Gebrauch eher eine Vitamin C Creme empfohlen. Diese kommen üblicherweise in Magnesium Ascorbyl-Phosphat Form daher. Sie hält nämlich auch etwas länger.

Achtung! Da eine Vitamin C Creme auch sehr sauer sein kann, gibt es für die Augenpartien spezielle, milde Produkte.

Wirkt also nur eine Vitamin C Creme für die Haut?

Wichtig ist aber auch, dass du dich nicht auf Cremes mit Vitamin C versteifen musst. Vielmehr wirkt Vitamin C auch über die Lebensmittel, da die L-Ascorbinsäure allgemein ein Antioxidans ist, beim Aufbau von Kollagen hilft und durch die Wirkung gegen freie Radikale auch gegen Pigmentflecken vorbeugend wirkt. Falls du einen Mangel hast oder deine Ärztin oder Arzt es dir empfiehlt, können dir hier auch Nahrungsergänzungsmittel helfen.

Insgesamt heißt es, einfach deine Haut mit Feuchtigkeit und deinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn du schön ausgewogen vorgehst, wird dir das deine Haut mit einer normalen Faltenbildung danken. Ganz aufhalten können wir das Altern dann doch nicht.

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