Von der Brause bis zur Kapsel: Das steckt in Vitamin C Pulver

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Bei Vitamin C Pulver denkst du wahrscheinlich zuerst an das altbekannte Brausepulver mit Vitamin C, das man in Wasser auflösen kann. Das ist allerdings nur eine Anwendung. Vitamin C Pulver ist nämlich extrem vielseitig.

Neben der Brause kommt es etwa auch in Kapseln und Tabletten zum Einsatz und wird sogar zur Hautpflege angewandt.

Bei so vielen verschiedenen Darreichungsformen gibt es natürlich auch Unterschiede in der Beschaffenheit und Wirksamkeit des Pulvers im jeweiligen Vitamin C Präparat.

Bevor wir uns die interessantesten Anwendungen von Vitamin C Pulver anschauen, noch kurz zu den Basics: Warum braucht unser Körper das Vitamin überhaupt?

Wie wirkt Vitamin C?

Vitamin C oder Ascorbinsäure ist ein essentieller Nährstoff. Das heißt, dass unser Körper Vitamin C braucht, um richtig zu funktionieren und wir den Stoff nicht selbst im Organismus produzieren können.

Die Schlussfolgerung: Wir müssen darauf achten, stets genügend Vitamin C über die Nahrung aufzunehmen. 

Bei einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Stoffwechsel ist das in der Regel gut machbar. Bekommen wir allerdings keine oder zu wenig Ascorbinsäure ab, stehen wir vor einem Problem.

Nachdem unser Dünndarm das Vitamin aufnimmt, ist es nämlich an zahlreichen wichtigen Aufgaben im Körper beteiligt. Ohne Vitamin C können diese Prozesse nicht richtig funktionieren. Dazu zählen:

  • der Aufbau des Bindegewebes (Kollagen) und der Bildung von Hormonen
  • der Schutz von Zellen vor freien Radikalen
  • zahlreiche Stoffwechselprozesse, wie etwa die Verwertung von Eisen aus der Nahrung
  • Unterstützung unterschiedlicher zellulärer Prozesse, die für die Funktion des Immunsystems zuständig sind

Vitamin C als Pulver: Viel flexibler als man denkt

So wie viele andere Stoffe auch ist Vitamin C in geriebener Pulverform verfügbar. Betrachtet man dieses Vitamin C Pulver unter dem Mikroskop, so erkennt man es als zahlreiche unterschiedlich feine Partikel.

Je nachdem, für welches Endprodukt das Pulver gedacht ist, wird es dann weiterverarbeitet. Meistens werden etwa bestimmte Hilfsstoffe unter das Pulver gemischt, um es etwa besser haltbar zu machen, zu verdünnen oder schlicht um die Farbe oder den Geschmack zu verändern.

Diesen Prozess nennt man in der Pharmazie Pulververreibung oder Trituration.

Dies ist allerdings oft nur der erste Schritt: die resultierende Vitamin C Pulvermischung bildet den Ausgangsstoff für viele Darreichungsformen. Sie wird danach zu Vitamin C Brausepulver, Kapseln, Tabletten oder auch Salben weiterverarbeitet.

Ein Vorteil dieser Form der Verabreichung ist, dass die Dosierung mit einem Medikament oder Supplement, das aus Pulvern hergestellt wird, sehr flexibel ist und an den individuellen Bedarf angepasst werden kann.

Vitamin C Kapseln oder doch Tabletten: Was ist besser?

Kapseln und Tabletten unterscheiden sich grundlegend in ihrer Herstellung und Wirkweise. Während Tabletten aus Pulvern oder Granulaten gepresst werden, können Kapseln mit unterschiedlichen Arten von Wirkstoffen gefüllt werden.

Generell nimmt der Körper Nährstoffe sowohl in Tabletten- als auch in Kapselform in der Regel gut auf. Die Entscheidung, ob man zur Tablette oder zur Kapsel greift, ist also meist von der persönlichen Präferenz oder schlicht der Verfügbarkeit eines Wirkstoffs abhängig.

Die Verabreichung als Kapsel ermöglicht allerdings mehr Flexibilität darüber, wann der Stoff im Körper ankommt. Je nach Kapselhülle löst sie sich früher oder später im Verdauungstrakt auf, wodurch der Inhalt verspätet freigesetzt wird. Viele Wirkstoffe lassen sich so gezielter anwenden, was in gesteigerter Bioverfügbarkeit resultiert.

In der Nahrung finden wir Vitamin C vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln. Der Stoff an sich ist somit problemlos vegan verfügbar. Bei der Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ist das allerdings nicht mehr garantiert.

Sowohl Tabletten als auch Kapseln werden oft mit tierischen Inhaltsstoffen produziert. Lebst du vegan solltest du also unbedingt genau die Packungsbeilage checken, bevor du ein Präparat mit Vitamin C einnimmst.

Ascorbinsäure im Glas durch Brausepulver – bringt das was?

Gerade für die Behandlung von Erkältungen werden oft Brausetabletten oder -Pulver mit Vitamin C angeboten. Das Pulver in Wasser aufzulösen und als Brause zu trinken ist gerade bei Halsschmerzen oft leichter, als eine große Tablette zu schlucken. Doch die Ascorbinsäure im Glas hat nicht nur Vorteile.

Obwohl das enthaltene Vitamin C auch in dieser Form in den Körper gelangt, gibt es in der Wissenschaft Zweifel an den Erkältungsbrausen: Eine Wirkung von Vitamin C zur Behandlung von grippalen Infekten konnte schließlich nicht nachgewiesen werden.

Viel wichtiger ist es, den körpereigenen Bedarf an Vitamin C langfristig zu decken. So kann auch das Immunsystem in vollem Umfang von dem Nährstoff profitieren.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Brausetabletten sehr empfindlich auf Wasser reagieren und daher stets trocken und gut verpackt gelagert werden müssen. Außerdem ist natürlich auch der Geschmack der Brausen nicht jedermanns Sache.

Nicht nur zur Einnahme: Vitamin C Pulver geht auch unter die Haut

Vitamin C ist gerade für unsere Haut wichtig. Der Nährstoff wird dort etwa zur Bildung des Bindegewebes und zum Schutz der Zellen gebraucht. Dies ist vor allem wichtig, wenn es darum geht, die Haut vor gefährlicher UV-Strahlung zu schützen.

Obwohl wir Vitamin C in der Regel über die Nahrung und damit unseren Stoffwechsel aufnehmen, gibt es in der Kosmetik einen neuen Trend: Die Anwendung von Vitamin C Pulver für die Haut. Dabei wird das Pulver mit einer Lotion vermischt und dann direkt auf die Haut aufgetragen. Ob und wie gut diese Anwendung wirkt, ist noch nicht eindeutig geklärt.

Laut einer dermatologischen Studie aus dem Jahr 2015, die aus einer Zusammenarbeit deutscher und rumänischer Wissenschaftler entstand, konnte die Vitamin C Pulver-Lotion die Haut effektiv bei der Bildung von Kollagen unterstützen. Ein wichtiges Strukturprotein unseres Bindegewebes.

Eine britische Studie aus 2017 bestätigte noch einen weiteren Benefit von Vitamin C für die Haut. Der Nährstoff hilft der Haut dabei, den Vitamin E Spiegel zu füllen. Dies ist vor allem wichtig, da wir Vitamin E in der Haut verlieren, wenn wir direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Die Anwendung von Vitamin C Pulver auf der Haut scheint also zumindest Potential zu haben.

Vitamin C Pulver: Es kommt auf die Anwendung an

Wie du siehst, hat Vitamin C als Pulver viele Anwendungsgebiete. Es kann zu Tabletten oder Kapseln verarbeitet, im Glas getrunken oder sogar auf die Haut aufgetragen werden.

Je nach Darreichungsform hat der Nährstoff dabei unterschiedliches Potential. Doch egal wofür du dich entscheidest: Vitamin C ist wichtig für unseren Körper.

Wenn es darum geht, den täglichen Bedarf an Ascorbinsäure zu decken, bietet dir Vitamin C Pulver mit seinen flexiblen Anwendungsformen zahlreiche wirksame Optionen.

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