Was ist Vitamin C und was macht es so wichtig?

Was ist Vitamin C und was macht es so wichtig

Vitamin C ist gerade zur Erkältungszeit wieder in aller Munde. Einerseits natürlich als Lutschbonbon, Vitaminpräparat oder schlicht in Form von Zitrusfrüchten – andererseits aber auch, weil man es wieder mal an jeder Ecke hört: „Vitamin C schützt vor Erkältungen!“

Aber stimmt das überhaupt? Was ist denn nun eigentlich dieses Vitamin C, was genau macht es in unserem Körper und woher bekommen wir es?

Obwohl das Vitamin den meisten Menschen bekannt ist, sind die Antworten darauf nicht immer klar.

Angefangen vom Namen „Vitamin C“ bis hin zum Glauben, dass man bei einem Mangel daran am besten zu Zitrusfrüchten greift, herrschen hier nämlich viele Irrtümer.

Um diese gängigen Missverständnisse rund um die Ascorbinsäure aufzuklären, findest du hier alle wichtigen Infos auf einen Blick.

Doch Moment… was ist denn nun wieder Ascorbinsäure? Sollte es nicht um Vitamin C gehen?

Kurz: Vitamin C und Ascorbinsäure meinen das Gleiche, auch wenn der Name „Vitamin C“ eigentlich nicht richtig ist.

Warum „Vitamin C“ eigentlich Blödsinn ist

Vitamin C hat sich mittlerweile wohl zu einem der bekanntesten Vertreter der Vitamine hochgemausert. Doch wie in vielen Bereichen der Chemie ist auch die Geschichte der Vitamine eine Geschichte voller Missverständnisse.

Das fängt schon bei der Namensgebung an:

Streng genommen ist Vitamin C nämlich überhaupt kein Vitamin. 

Der Name „Vitamin“ leitet sich aus dem lateinischen Wort für Leben (Vita) und Amin (stickstoffhaltige Verbindungen) ab und wurde ursprünglich für lebensnotwendige Aminogruppen verwendet.

Erst später fand man heraus, dass Vitamin C, im Gegensatz zu anderen Vitaminen eigentlich gar keine Aminogruppen enthält.

Woher kommt also der Name Ascorbinsäure?

Hier müssen wir etwas weiter ausholen. Genauer gesagt bis zur Entwicklung der Seefahrt im 15. Jahrhundert und dem Auftreten von Skorbut.

Schon weitaus länger war Menschen die Krankheit Skorbut bekannt. Das ist eine Erkrankung, die etwa Zahnfleischbluten, Müdigkeit und allgemeine Anfälligkeit für Infekte verursacht und im schlimmsten Fall sogar bis zum Tod führen kann.

Mit dem Aufkommen der Seefahrt wurde Skorbut immer mehr zum Problem. Dies ging so weit, dass die Krankheit lange Zeit zu den Haupt-Todesursachen für Seeleute gehörte. Der Entdecker Vasco da Gama verlor auf einer Fahrt etwa gar 100 Mann seiner 160 Mann starken Besatzung durch Skorbut.

Man vermutete damals zwar bereits, dass die Krankheit irgendwie mit der einseitigen Ernährung auf den Schiffsreisen zusammenhängt, welches Nahrungsmittel genau fehlte, wusste man allerdings lange nicht.

Mitte des 18. Jahrhunderts untersuchte dann ein Schiffsarzt die Krankheit genauer und teilte die Besatzungsmitglieder, die an Skorbut erkrankt waren, in verschiedene Gruppen auf, denen er unterschiedliche Nahrung verabreichte. Eine dieser Gruppen erhielt etwa Zitrusfrüchte, wodurch sich rasch ihre Symptome besserten.

Trotz dieser Erkenntnis dauerte es noch relativ lange, bis man wusste, warum die Früchte im Stande waren, Skorbut zu heilen. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Wissenschaft dann, sich mit Erkrankungen durch Vitaminmangel auseinanderzusetzen.

In diesem Zusammenhang vermutete man, dass dem Körper bei Skorbut ein bestimmtes Vitamin, ein sogenanntes „Antiskorbut Vitamin“ fehlen müsse.

Einige Jahre später wurde der Stoff dann aus Zitronensaft isoliert und schließlich Ascorbinsäure („Antiskorbut Säure“) getauft.

Was ist Ascorbinsäure?

In der Chemie ist Vitamin C als Ascorbinsäure bekannt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei ihr um eine Säure. Obwohl sie etwa auch zum Haltbarmachen von bestimmten Lebensmitteln verwendet wird, ist Ascorbinsäure vor allem für ihre Wirkung auf uns Menschen bekannt.

Unser Körper braucht sie schließlich, damit unser Stoffwechsel und Immunsystem richtig funktioniert.

Wie oben erwähnt, kann sich ein Mangel an Vitamin C auf verschiedene Arten äußern. Die gängigsten Symptome sind:

  • Müdigkeit
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Zahnfleischbluten
  • Gelenkschmerzen
  • Reduzierte Wundheilung

Wie am Beispiel des Skorbut gesehen, kann langanhaltende schwere Unterversorgung von Vitamin C sogar zum Tod führen.

Aber warum ist die Ascorbinsäure denn nun eigentlich so wichtig für uns?

Was macht Vitamin C im Körper?

Ascorbinsäure wird von unserem Körper gleich mehrfach gebraucht. Am bekanntesten ist wahrscheinlich die Wirkung auf unser Immunsystem, das ohne das Vitamin nicht seiner Arbeit nachgehen kann.

Darüber hinaus wirkt Vitamin C aber auch als Antioxidans und hilft unsere Zellen vor freien Radikalen zu schützen.

Doch damit nicht genug. Denn eine ausreichende Versorgung mit Ascorbinsäure fördert auch einen gesunden Stoffwechsel und Wundheilung.

Wie viel Vitamin C brauchen wir?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung setzt die empfohlene Zufuhr von Vitamin C bei etwa 100 Milligramm pro Tag für Jugendliche und Erwachsene an.

Aber wieviel sind 100 Milligramm Vitamin C?

Als Beispiel: eine mittelgroße Orange enthält in etwa 50 Milligramm des Stoffes. Mit zwei Orangen lässt sich der Tagesbedarf also schon ganz gut decken.

Schwierig wird es allerdings, wenn der Bedarf durch bestimmte Faktoren ansteigt. So benötigst du etwa als Raucher oder Raucherin ebenso wie in der Schwangerschaft mehr Vitamin C.

Doch auch bestimmte Erkrankungen oder schlicht körperliche und geistige Belastung können den Bedarf deines Körpers an Ascorbinsäure steigern.

Lebensmittel & Co: Was hat am meisten Vitamin C?

Die bekanntesten Vitamin C Spender sind wohl Zitrusfrüchte. Doch überraschenderweise werden sie von einer anderen Vitaminbombe in den Schatten gestellt: der Guave.

Sie enthält bis zu drei Mal mehr Ascorbinsäure als Orangen.

Das Problem dabei ist natürlich, dass Guaven oft nur schwer in den heimischen Supermarktregalen zu finden sind. Doch es gibt auch lokale Alternativen:

So haben sowohl rote als auch grüne Paprika einen deutlichen höheren Vitamin-C-Gehalt als Orangen. Genau so kannst du auch zu Kiwis, Tomatensaft oder Erdbeeren greifen, um deinen Vitamin-C-Spiegel aufzufüllen.

Wie wichtig ist Vitamin C zur Erkältungszeit?

Erkältungszeit ist Vitamin-C-Zeit. So oder so ähnlich haben wir das alle sicher schon tausendmal in der Werbung gehört.

Doch kann die Einnahme von Vitamin C wirklich einer Erkältung vorbeugen?

Die Antwort ist wie so oft ein klares Jein.

Denn auch wenn du noch so viel von dem Stoff zu dir nimmst, kannst du trotzdem noch Schnupfen bekommen. Dass uns die vermehrte Einnahme von Vitamin C vor der nächsten Erkältung schützt, ist überdies wissenschaftlich nicht erwiesen.

An den Aufrufen zur vermehrten Einnahme von Vitamin C im Herbst und Winter ist aber doch etwas dran.

Wie oben beschrieben, braucht unser Körper das Vitamin um die Funktion des Immunsystems aufrecht zu halten. Haben wir einen Mangel an Vitamin C, leiden somit auch die körpereigenen Abwehrkräfte und damit der Schutz vor Erkältungsviren. Das kann gerade bei kälteren Temperaturen zum Problem werden, da Kälte das Immunsystem zusätzlich schwächt.

Stellst du also sicher, dass dein Körper auch im Herbst und Winter alles bekommt, was er braucht, kannst du beruhigt in die kalte Jahreszeit gehen.

Eine Idee zu “Was ist Vitamin C und was macht es so wichtig?

  1. Steur sagt:

    Guten Tag,
    das ist ein relativ schwacher Bericht über das Vitamin C.
    1. In Kohl z.B. ist in etwa gleich viel Vitamin C enthalten als in Zitrusfrüchten. Zudem hier aber mit dem großen Vorteil von weit weniger Zuckergehalt und in einer gebundenen Form, welche auch bei Erhitzen wenig Schaden nimmt.
    2. Es wird überhaupt nicht unterschieden, zwischen der synthetisch hergestellten Ascorbinsäure und dem organischen Vitamin C.
    Dabei ist die synthetische Variante nur zur Hälfte überhaupt bio-verfügbar.
    Außerdem gibt es große Unterschied bei Ascorbinsäuren bzgl. des Gehaltes und auch der Verträglichkeit und Co-Faktoren wie z.B. Flavonoide etc.

    Viele unnütze Worte m.E. anstatt wirklicher Aufklärung
    mfg, G. Steur

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