Wundermittel Rotwein? So kriegst du OPC vegan

Wundermittel Rotwein So kriegst du OPC vegan

OPC, oder oligomere Proanthocyanidine (auch Procyanidine) kommen ganz natürlich vor und gehören zur Gruppe der Flavanole. Oft kennt man sie als „Traubenkernextrakt“, aber das ist eigentlich nur ein Vorkommen des Stoffes.

Ursprünglich wurden sie in den roten Erdnusshäutchen gefunden. Sie kommen aber auch in den Traubenkernen oder im daraus hergestellten Mehl, in der Schale und dem Laub roter Trauben, in Kokosnüssen, in Ginkgoblättern, in Äpfeln oder Lärchenholz sowie der Rinde der Strandkiefer vor.

Es gibt also ein Muster: OPC kommt vor allem in Rinden, Schalen, Kernen und Kerngehäusen vor. Auch Rotwein kann eine Quelle sein. Hier kommt übrigens auch die Legende her, dass Rotwein so gesund sei. In Frankreich kommt es nämlich zu unterdurchschnittlich vielen kardiovaskulären Erkrankungen. Das wurde lange dem Rotwein – also dem OPC – zugeschrieben. Bis heute weiß man jedoch nicht, ob das der tatsächliche Zusammenhang ist.

Klingt doch alles recht vegan? Wo liegt das Problem? Wir beginnen zuerst mit einer kurzen Übersicht zur Wirkung.

Die Wirkung von OPC – egal ob vegan oder nicht

Die oligomeren Proanthocyanide wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Je nach Dosis wirken sie sogar gegen Dickdarmkrebszellen wachstumshemmend!

Einiges ist aber noch nicht sicher, denn OPC könnte auch als Katalysator für Vitamin A, C und E wirken – es könnte also die positive Wirkung dieser verstärken. Es gibt auch Indizien, dass es vielleicht gegen die Gedächtnisausfälle von Alzheimer wirken könnte.

Andere Substanzen könnten die positive Wirkung von OPC außerdem verstärken: Ascorbinsäure (Vitamin C) ist hier der prominenteste Stoff. Andere Bioflavonoide, Flavanonole und Flavanole (ja, kein Schreibfehler, die zwei sind verschiedene Strukturen in der Gruppe der Flavonoide) gehören auch zu den Verstärkern für OPC.

In Kombination könnten sie so auch positiv bei kardiovaskulären Erkrankungen, gegen Sauerstoffradikale und als Antioxidans wirken. Wie oben schon beschrieben, können sie in Kombination gegen Krebs – antikanzerogen – wirken. Hier fehlen aber noch genaue Untersuchungen.

OPC kann jedoch nicht immer gut aufgenommen werden. Somit kann nicht die gesamte Menge des von dir zugeführten Nährstoffs auch vom Körper im Blut verwendet werden. Das OPC, das dort transportiert wird, ist auch etwas unterschiedlich. Es wird auch im Darm zum Teil abgebaut und nicht aufgenommen. Das ist auch einer der Gründe, warum man noch nicht ganz weiß, ob jetzt OPC all diese Wirkungen verursacht. Es könnten auch andere Nährstoffe sein, die durch die Zersetzung von OPC im Darm frei werden. Vielleicht sind also diese dann das „wirklich gute Zeug“.

Wie hier bereits angedeutet wird, ist vieles zu OPC noch nicht gesichert. Das ist einer der Gründe, warum sie auch nicht als Arzneimittel gelten, sondern als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft sind. Die empfohlene Verzehrmenge auf der Packung ist deswegen auch unbedingt einzuhalten, weil hier die Wissenschaft einfach noch zu wenig weiß.

Gerade Schwangere und Stillende sollten bei OPC unbedingt mit der Ärztin oder dem Arzt des Vertrauens absprechen, was OPC bewirken kann. Falls du Medikamente für Krankheiten einnimmst, gilt der Warnhinweis ebenso. Mögliche Wechselwirkungen sind hier abzuklären.

Solltest du also Versprechen wie „hält die Haut jung“, „schützt vor Krebs“ oder vor „Herzinfarkten“ hören, solltest du skeptisch sein. Diese Aussagen sind nämlich verboten. Nicht weil die Behörden uns auf die Nerven gehen wollen, sondern weil sie wissenschaftlich einfach nicht belegt sind. Wir wissen nicht, ob das stimmt.

Genug von der Wirkung. Einmal OPC vegan zum Mitnehmen.

Traubenkerne als veganes OPC: Ist OPC immer vegan?

Wie du bereits gelesen hast, ist OPC also hauptsächlich in Kernen und Schalen verfügbar. Üblicherweise wird es für Nahrungsergänzungsmittel aus Traubenkernen oder dem Japanischen Staudenknöterich gewonnen. Also ist es immer vegan?

Nein, streng genommen nicht immer! Es kann nämlich auch aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen werden. Somit sind manche Nahrungsergänzungsmittel nicht rein vegan.

Das Produkt aus Staudenknöterich ist ebenso synthetisch hergestellt, ist aber als Tablette oder Kapsel mit höchstens 150 mg pro Tag für Erwachsene zugelassen. Hier muss auch der Hinweis auf der Packung stehen, dass dieses Produkt nicht ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden sollte.

Bei Supplementen heißt es jedoch auch stets, genau auf die Packung oder die Produktbeschreibung zu schauen. Die Ummantelung ist zum Teil nicht vegan und geht somit mit einer veganen Ernährung nicht einher. Achte in diesem Zusammenhang auf Gelatine und Co: Das willst du sicherlich nicht. Hersteller müssen Zusatzstoffe für die Kapsel- oder Tablettenherstellung jedoch angeben. Hier kannst du dich also zurücklehnen und beruhigt lesen.

Alternativen sind zum Beispiel pflanzliche Cellulose. Richtig gelagert – z. B. in Braunglas – kann es so geschützt vor Feuchtigkeit und Oxidation lange aufbewahrt werden.

Veganes OPC: Potenzial ist da

Du siehst also, dass OPC ein vermeintliches Wundermittel ist. Vieles ist noch nicht erwiesen, einige Indizien sind da. Was genau wirkt, wissen wir jedoch nicht. Bis jetzt fällt der Verdacht auf OPC.

Du bist also Veganer*in und möchtest dich zusätzlich mit OPC versorgen. Wie du gelesen hast, geht das ohne Problem. Du musst nur darauf achten, wie das OPC in dem Supplement hergestellt wurde. Wenn es rein pflanzlich gewonnen wurde und dann auch noch die Hülle der Tablette oder Kapsel pflanzlich ist, dann heißt es einfach nur „Bingo“!

In den nächsten Jahren werden wir wahrscheinlich noch so einiges an Forschung und Studien zu OPC erleben. Hier ist noch vieles ungeklärt, aber die bisherigen Indizien sprechen dafür, dass in dem Stoff so einiges versteckt ist.

Traubenkernextrakt also: In Frankreich würde man einfach „Santé“ sagen.

2 Idee über “Wundermittel Rotwein? So kriegst du OPC vegan

  1. Inge Schlude sagt:

    Hallo liebes Team,
    einfach toll ihre Berichte, und hier über OPC.
    Gibt es auch Erfahrungen wie es einzunehmen ist, und wann ist es am Wirkungsvollsten.
    Gruß Inge Schlude

    • MIND FAVOUR sagt:

      Hallo Frau Schlude, vielen Dank für Ihr Feedback! Leider dürfen wir auf Grund der EU Health Claim Verordnung dazu keine Aussagen tätigen.

      Beste Grüße und vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wir haben ein Geschenk für Dich!

Melde Dich für unseren Newsletter an und Du erhältst:

"Orthomolekulare Medizin - Gesund mit körpereigenen Stoffen" als kostenloses eBook

Special Deals

Regelmäßige Updates zu den Themen Gesundheit und Ernährung