Zink-Tabletten: Alles zur Wirkung, Dosierung und mehr

Zink-Tabletten Alles zur Wirkung, Dosierung und mehr

Zink-Tabletten können dir dabei helfen, einen problematischen Zinkmangel auszugleichen. Aber wie genau wirken sie und worauf musst du bei der Einnahme achten? Welche Arten von Tabletten sind die richtigen für dich und wo ist überhaupt der Unterschied? Alle wichtigen Infos dazu findest du hier.

Bevor wir zu den Zink-Tabletten kommen, sollten wir uns aber anschauen, wie du überhaupt einen Zinkmangel erkennen kannst.

Da unser Körper Zink für viele unterschiedliche Funktionen braucht, kann sich ein Mangel an dem Spurenelement auf verschiedene Arten zeigen. Die häufigsten Symptome sind allerdings:

  • Probleme mit Haut und Haaren wie etwa Entzündungen oder Haarausfall
  • gestörte Wundheilung
  • Anfälligkeit für Entzündungen und Infekte
  • Durchfall
  • Gestörtes Geschmacksempfinden und verringerter Appetit

Die Gründe für einen Zinkmangel fallen ebenso vielseitig aus. Da Zink nicht in unserem Körper produziert werden kann, spielt die Ernährung allerdings eine wichtige Rolle.

Besonders interessant ist, dass Zink Wechselwirkungen mit Kupfer und Eisen zeigt. Nimmst du also durch die Nahrung viel Eisen auf, kann das wiederum die Zinkaufnahme im Darm beeinträchtigen. Oftmals wird Zinkmangel so auch durch das andauernde Trinken von Wasser aus Kupferrohren verursacht.

Leidest du an einer derartigen Unterversorgung, können dir Zink-Tabletten helfen. Aber wie genau wirken sie?

Wie wirken Zink-Tabletten im Körper?

Egal, um welche Art von Zink-Tabletten es sich handelt: Da du sie in der Regel oral einnimmst, passiert die Aufnahme des Spurenelements immer über den Darm. Danach kommt das Zink in unsere Zellen, wo es für eine ganze Menge Aufgaben zuständig ist. Dazu gehören etwa:

  • Stoffwechsel
  • Zellwachstum
  • Funktion des Immunsystems
  • Aufrechterhalten von Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit

Zink-Tabletten können dir bei einem Mangel helfen, Fehlfunktionen in diesen Bereich auszugleichen.

Welche Arten von Zink-Präparaten gibt es?

Von der wasserlöslichen Brausetablette bis zu Nahrungsergänzungs-Kapseln findet man Zink in den unterschiedlichsten Darreichungsformen. Hinzu kommt, dass es mehrere Arten von Zink gibt, die in diesen Präparaten zum Einsatz kommen. Häufig findet man in zur Einnahme etwa:

  • Zinkgluconat
  • Zinkacetat
  • Zinkpicolinat
  • Zinkcitrat

Welche Zink-Präparate sind also die richtigen für dich?

Oft ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Um dir bei der Wahl ein bisschen die Qual zu nehmen, solltest du vor allem auf zwei Dinge achten: Die Bioverfügbarkeit und die Art der Verpackung.

Was hat es mit der Bioverfügbarkeit auf sich?

Die Bioverfügbarkeit ist ein Begriff aus der Pharmakologie, der beschreibt, wie effektiv ein eingenommener Nährstoff vom Körper aufgenommen wird. Genauer gesagt meint man damit den Anteil eines Stoffes, der nach der Einnahme unverändert im Blutkreislauf ankommt. Bei oral eingenommenen Supplements geht in der Regel immer etwas auf dem Weg durch unseren Verdauungsapparat verloren. Auf das Thema Zink umgemünzt heißt das: Je höher die Bioverfügbarkeit ist, umso mehr Zinkanteile aus einer Tablette stehen deinem Körper nach dem Einnehmen zur Verfügung.

Zinkgluconat und -acetat sind dabei unter den am häufigsten angebotenen Formen und finden sich oft in Erkältungsmedikamenten wieder. Ihre Bioverfügbarkeit ist allerdings nicht sonderlich hoch. Zinkcitrat und Zinkpicolinat können hingegen weitaus besser vom Körper aufgenommen werden, wobei das Zinkpicolinat laut einigen Studien in Punkto Bioverfügbarkeit die Nase vorn hat.

Im Allgemeinen ist zu erwähnen, dass Zink-Tabletten, die als „magensaft-resistent“ beworben werden, bei Tests zur Bioverfügbarkeit am schlechtesten abschneiden. Kapseln sind hier also klar die bessere Alternative.

Auch auf die Verpackung kommt es an

Man sollte es kaum meinen, aber auch die Verpackung spielt bei Zink-Tabletten eine Rolle. Damit ist in erster Linie nicht die Plastik- oder Kartonverpackung der gemeint, sondern die Hülle des Präparats selbst. Das betrifft zwar in erster Linie Zink-Kapseln und nicht Zink-Tabletten, jedoch ist es nicht weniger wichtig: Gerade vegetarisch oder vegan lebende Menschen greifen oft, bedingt durch ihre Ernährung, zu Zink-Supplementen. Da gewisse Kapselhüllen allerdings tierische Stoffe in der Produktion verwenden, sind sie nicht immer vegan!

Lebst du vegan und greifst zu Zink-Kapseln, solltest du also unbedingt überprüfen, ob auch wirklich alle Bestandteile des Präparats vegan sind.

Welche Dosierung ist bei Zink-Tabletten ist die richtige?

Die von der WHO empfohlene Tagesdosis für Zink liegt bei 12mg für Frauen und 15mg für Männer. Da zu viel Zink allerdings auch schädlich sein kann, solltest du das Spurenelement keinesfalls überdosieren. Als Obergrenze für die unbedenkliche Einnahme nennt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hier etwa 25mg Zink pro Tag (Zink aus der Ernährung mit eingerechnet).

Diese Werte sind jedoch nicht für jede Person gleich. Der Bedarf an Zink kann nämlich je nach Lebenslage, Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten unterschiedlich ausfallen. Die Ernährung hat dabei in den meisten Fällen den größten Einfluss darauf, wieviel Zink dein Körper braucht.

Bei Zink-Tabletten kommt’s besonders auf die Ernährung an

Wie weiter oben schon erwähnt, existiert eine Wechselwirkung zwischen Zink und anderen Mineralien wie Eisen oder Kupfer. Die optimale Versorgung wird daher oft zum Balanceakt. Hinzu kommt, dass auch bestimmte andere Stoffe die Aufnahme von Zink im Körper behindern können. Dazu gehört etwa Phytat, das sich überwiegend in Hülsenfrüchten findet, oder die im Tee und Kaffee enthaltenen Tannine. Eine Versorgung mit diesen Stoffen ist gerade dann besonders ausschlaggebend, wenn die Zinkaufnahme durch deine Ernährung limitiert ist. Also wenn du zum Beispiel kein Fleisch isst und deine Zinkversorgung hauptsächlich über phytathaltige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkorn– oder Sojaprodukte passiert, könnte sich auf Dauer Zinkmangel manifestieren. Hast du den Verdacht, davon betroffen zu sein, kann dich dein Arzt oder deine Ärztin des Vertrauens zur Supplementation mit Zink beraten.

Zink-Tabletten: Alle Infos auf einen Blick

Zum Schluss haben wir nochmal die wichtigsten Infos rund um Zink-Tabletten für dich zusammengefasst:

  • Bekommst du nicht genug Zink, kannst du deinem Körper mit Zink-Tabletten auf die Sprünge helfen.
  • Beim Feststellen eines Zinkmangels kann dir dein Arzt oder deine Ärztin helfen. Achte auf die Symptome!
  • Zink-Kapseln haben im Vergleich zu Zink-Tabletten eine höhere Bioverfügbarkeit. Das heißt, dass mehr von dem eingenommenen Zink in deinem Kreislauf ankommt.
  • Dein Bedarf an Zink richtet sich nach Geschlecht, Gesundheit, Alter und vor allem: deiner Ernährung.
  • Gerade bei einseitiger, veganer Ernährung kann sich ein Mangel manifestieren. Schuld daran ist die Wechselwirkung von Zink mit anderen Mineralien sowie mit Phytat und Tanninen.

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