Zink und Selen miteinander? Das bewirkt die Kombination.

Zink und Selen miteinander Das bewirkt die Kombination.

Zink ist ein sogenanntes Übergangsmetall und ist ein beliebter Korrosionsschutz. Selen ist ein Nichtmetall, das aber meist in Metallsulfiden vorkommt. In Druckern und in der Halbleiterherstellung ist es ein wichtiger Stoff.

Ja, das hilft uns jetzt für unseren Körper nicht weiter. Aber: Zink und Selen sind auch wichtige Spurenelemente. Hier sind sie sich in der Wirkung erstaunlich ähnlich.

Zink ist in unserem Körper für den Stoffwechsel wichtig und Bestandteil unzähliger Enzyme. Es ist essenziell: Es kann nicht von unserem Körper hergestellt werden und wir müssen es unserem Organismus zuführen.

Den gleichen Absatz kann man Wort für Wort für Selen übernehmen.

Es liegt also recht nahe, die beiden gemeinsam zu nehmen. Ist das aber empfehlenswert und was macht diese Kombination in unserem Körper? Sehen wir uns das miteinander an. Aber zuerst noch einmal ein kurzer Überblick, wofür du Zink brauchst und was Selen kann.

Dafür brauchst du Zink

Zink hat eine tragende Rolle beim Stoffwechsel. Es ist für den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel unersetzlich. Darüber hinaus braucht dein Körper Zink beim Aufbau der Erbsubstanz und auch beim Zellwachstum – du kennst hier wahrscheinlich zinkhaltige Wundsalben. Ebenso braucht dein Immunsystem Zink und einige Hormone kommen ohne das Metall nicht weit.

Beim Immunsystem ist ganz spannend, dass Zink es nicht nur stärkt, sondern notwendigerweise schwächen kann. Zink reguliert nämlich das Immunsystem und dämpft unangemessene Abwehrreaktionen, die sich versehentlich gegen deinen Körper richten. Ohne Zink wäre das Immunsystem also wie ein falsch eingestellter Wasserhahn: Es wäre entweder viel zu heiß oder viel zu kalt.

Viel von dem Nährstoff findest du vor allem in Austern, Leber, Soja oder einige Käsesorten. Ordentlich Zink findest du noch in Haferflocken, Rindfleisch und Paranüssen sowie Lamm, Linsen, Mais und gerösteten Erdnüssen.

Wie schon erwähnt, wird Zink gern für die Wundheilung verordnet. Ebenso ist es auch ein wichtiges Heilmittel für Morbus Wilson, bei dem sich Kupfer an einigen Organen und dem Nervensystem ablagert. Zink reguliert im Stoffwechsel nämlich die Kupferaufnahme.

Und das kann Selen

Auch hier wieder: Selen ist dem Zink gar nicht so unähnlich. Es spielt ebenso eine Rolle in vielen Prozessen im Körper. Es schützt vor allem gegen die freien Radikale und wirkt somit antioxidativ. Ohne Selen wird es schwer mit der Produktion von Schilddrüsenhormonen. Männer brauchen den Nährstoff auch für eine normale Spermienproduktion.

Über die Schilddrüse ist es somit auch äußerst wichtig für den Stoffwechsel. Ohne Selen entsteht nämlich nicht das wirksame Schilddrüsenhormon T3 (Triiodthyronin). Somit wird die Schilddrüsenfunktion vermindert und der Stoffwechsel merkbar geschwächt.

Insgesamt trägt Selen auch zum Erhalt normaler Haare, normaler Nägel, zur normalen Funktion des Immunsystems und zur normalen Schilddrüsenfunktion bei.

Eine Zeit lang hieß es auch, dass die überschüssige Zugabe von Selen positiv auf manche Krebsarten wirkt. Hier ist jedoch mittlerweile klar, dass die Entstehung anderer Karzinome nicht unwahrscheinlich ist. Bei höheren Dosen bleibt also noch ein unschlüssiger oder zumindest ambivalenter Befund übrig.

Anders sieht es dafür bei der Hashimoto-Krankheit aus, bei der zwar kein Selen zusätzlich aufgenommen werden soll, aber die übliche Empfehlung zur Selen-Tagesdosis zumindest unbedingt eingehalten werden sollte.

Betroffen sind zusätzlich gleich eine ganze Reihe an Organsystemen und Körperfunktionen. Dazu gehören das Wachstum, das Nervensystem, die Reproduktion bzw. Fruchtbarkeit von Männern, das Immunsystem, die Leber und auch das Blut.

Selen und Zink zusammen: Die Kombination

Einzeln sind sie also schon einmal an vielen Stellen notwendig und wirken sehr positiv. Wie sieht das in Kombination aus?

Da Zink dein Immunsystem stabilisiert, ist es auch bei Hashimoto-Thyreoiditis nicht unwichtig. Bei Hashimoto häufen sich die Infekte und auch das Allgemeinbefinden wird schlechter. Zink kann hier durchaus helfen und wird deswegen auch unter Umständen von Ärzten in Dosen von 20-25 mg pro Tag verordnet. Wichtig ist: Deine Ärztin oder dein Arzt kann mittels Bluttests feststellen, ob du deinen Haushalt hier etwas auffrischen solltest.

Bei der Stabilisierung des Immunsystems kommen auch übliche Nährstoffe wie Eisen, Magnesium, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin-B-Komplexe und Vitamin D hinzu. Vor allem Vitamin D ist hier auch nicht zu unterschätzen, da die Hashimoto-Krankheit die Vitamin-D-Aufnahme stören kann. Die entzündungshemmende Wirkung ist hier noch ein schöner Bonus: Immerhin ist eine Thyreoiditis genau eine solche Entzündung der Schilddrüse.

Aufpassen heißt es jedoch bei der Einnahme zur selben Tageszeit bei manchen Nährstoffkombinationen. Selen und Vitamin C vertragen sich nicht. Die Wirkung von Vitamin C wird abgeschwächt, der Selen-Anteil kann ganz verloren gehen. Deswegen ist es oft sinnvoller, sie mit einigen Stunden Verzögerung zu verschiedenen Zeiten zu dir zu nehmen.

Bei Zink ist es dazu förderlich, es zwei Stunden vor oder nach einer ballaststoffarmen Mahlzeit zu nehmen. Das hilft bei der Aufnahme des Nährstoffs. Du solltest aber Eisen nicht gleichzeitig mit Zink nehmen. Es funktioniert dafür gut in Kombination mit Vitamin C. Du könntest also zu einer Mahlzeit Eisen und Vitamin C nehmen und bei der nächsten Mahlzeit Zink und Selen.

Gleichzeitig gibt es eine ganze Reihe von Problemen, die du erleiden kannst, wenn dir Selen und Zink fehlen:

  • Augenerkrankungen wie Grauer Star
  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Herzerkrankungen
  • Schlechte Wundheilung
  • Hohe Infektanfälligkeit bis zur Zerstörung deines Immunsystems
  • Schnellere Alterung deines Körpers
  • Zu wenig Proteine
  • Dauerhafte, chronische Übelkeit
  • Probleme mit der Haut
  • Dein Haarwachstum lässt zu wünschen übrig
  • Tinnitus oder andere Ohrgeräusche
  • Osteoporose

Ausreichend Zink und Selen in Lebensmitteln

Neben Supplementen gibt es ein ganzes Arsenal an Lebensmitteln, die das eine oder andere beinhalten. Es gibt jedoch auch ein paar, die beide Nährstoffe aufweisen.

Dazu zählen Fisch und Meeresfrüchte. Vor allem Krebsfleisch kann deinen Zink- und Selenbedarf decken. Wer kein Freund von Meeresbewohnern ist oder sie nicht verträg, dem helfen Hühnchen, Rindfleisch und Schweinefleisch als halbwegs ordentliche Grundversorgung.

Milchprodukte sind nicht die Produkte, die dir wahnsinnig weiterhelfen. Ein bisschen Zink und Selen ist aber in Milch, Joghurt und Käse schon drin. Da sie sich als tägliche Nährstofflieferanten eignen, tragen sie trotzdem ihren Anteil zur Versorgung bei.

Bei vegetarischer und vor allem veganer Ernährung wird es schwierig. Hier helfen meist nur Nüsse, die du aber meist nicht im Übermaß essen solltest. Einerseits sind sie auch sehr fett, aber manche können aber auch viele Giftstoffe enthalten. Die Paranüsse sind ein solcher Fall. Dazu bringen sie dir gleich große Mengen an Selen, was bei übermäßigem Verzehr zu einer Überdosis führen kann. Selen hat hier nämlich eine sehr schmale Grenze zwischen ausreichender Versorgung und Überdosierung.

Vielmehr sind es hier Vollkornreis und Vollkornbrot, die zumindest etwas Selen beinhalten. Bei veganer Ernährung heißt es aber bei Nährstoffen, die Ernährung entsprechend durchzuplanen und auch mittels Bluttests bei deiner Ärztin oder dem Arzt nachzusehen, ob dir doch etwas fehlt. Dann können Supplemente dich wieder in die Spur bringen.

Also: Zink und Selen zusammen einnehmen?

Kurz und knapp: Ja, sie passen zusammen. Du brauchst dabei auch keine großartigen Regeln aufstellen. Vielleicht die eine Regel, dass du Zink zu ballaststoffarmen Mahlzeiten zu dir nehmen solltest. Dafür kannst du auch bei derselben Mahlzeit zu Selen greifen.

Es gibt also keine bekannten Wechselwirkungen oder Probleme, wenn du die Tagesdosierungen entsprechend einhältst. Die beiden Nährstoffe Selen und Zink ergänzen sich sogar gut. Dein Stoffwechsel und Körper wird es dir bei einer normalen Versorgung danken.

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