Die Wirkung von Zink? So funktioniert der wertvolle Nährstoff in deinem Körper

Die Wirkung von Zink So funktioniert der wertvolle Nährstoff in deinem Körper

Unser Körper braucht Zink für nahezu alle Vorgänge. So viel steht fest. Du brauchst das wertvolle Mineral also ständig.

Ein Mangel ist zwar selten, aber vor allem, wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, solltest du deinen Zinkspiegel immer kontrollieren lassen – deine Hausärztin oder Hausarzt hilft dir hier weiter.

Aber wie wirkt denn eigentlich Zink im Körper? Wofür brauchen wir überhaupt Zink?

Los geht’s! Wir widmen uns heute der Zink-Wirkung!

Die Wirkung von Zink im Körper

Zink ist ein essenzielles Spurenelement. Dein Körper kann es somit nicht selbst herstellen und wir müssen es über die Nahrung oder Supplemente einnehmen. Wir brauchen es vordergründig für den Stoffwechsel und es ist Bestandteil von vielen wichtigen Enzymen.

Vor allem bei drei Stoffwechselprozessen ist es nicht wegzudenken:

  • dem Zuckerstoffwechsel,
  • dem Fettstoffwechsel,
  • und dem Eiweißstoffwechsel.

Wie du weißt, sind das nicht gerade unwichtige Prozesse für unser Leben.

Darüber hinaus hilft Zink aber auch beim Zellwachstum gehörig mit und beteiligt sich auch noch beim Aufbauen unserer Erbsubstanz – der DNA. Es ist auch im Blut über das Protein Albumin enthalten.

Ganz nebenbei ist es jedoch auch für das Immunsystem und eine Vielzahl an Hormonen entscheidend. Hätte das Immunsystem zu wenig Zink, geht es zu weit und greift auch den Körper selbst durch unverhältnismäßige Abwehrreaktionen an.

Man kann also zusammenfassen: Ohne Zink geht nichts.

Speichert der Körper dann Zink für die notwendige Wirkung?

Unser Organismus kann ungefähr 2 Gramm Zink speichern. Allein 70 % davon sind in den Knochen, Haaren und der Haut gespeichert. Auch in unseren Augen, der Leber oder – zumindest bei Männern – im Fortpflanzungsorgan findet sich das Spurenelement wieder. Das liegt daran, weil Zink auch für die Spermienbildung notwendig ist.

2 Gramm klingt nicht viel und das ist es leider auch nicht. Viele andere Mineralstoffe können wir gut speichern. Zink gehört nicht dazu. Deswegen müssen wir auf die tägliche Zufuhr achten.

Das geht über die Nahrung, aber hier kommen die Phytate ins Spiel. Die werden seit 2019 bei den Referenzwerten berücksichtigt, denn sie hemmen die Aufnahme von Zink. Gerade gesunde Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Vollkorngetreide haben einiges an Phytat enthalten.

Der Großteil der zinkhaltigen Lebensmittel sind tierische Lebensmittel. Genauer gesagt: Fleisch, Fisch, Schalentiere, Hartkäse und Eier.

Deswegen ist es gerade bei veganer oder vegetarischer Ernährung wichtig, auf die Versorgung zu achten.

Zink als Katalysator beim Abbau: Zink wirkt!

Zink ist also Bestandteil von mehr als 300 Enzymen und in fast allen Lebensvorgängen wichtig. Darunter fällt auch der Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport.

Es wirkt außerdem als Antioxidans: Es bindet also die freien Radikale. Das sind reaktionsfreudige, schädliche Sauerstoffverbindungen, die Zellen und Erbgut gefährden können. Sie werden durch normale Stoffwechselprozesse und auch durch UV-Licht oder Nikotin freigesetzt.

Das Spurenelement trägt auch seinen Beitrag zur Bildung von Hämoglobin bei – dem roten Blutfarbstoff.

Es wirkt aber auch als Katalysator beim Abbau von Giftstoffen. Ohne Zink gibt es keinen Alkoholabbau durch die Leber.

Ohne das Spurenelement funktionieren viele Hormone nicht. Selbst die überlebenswichtige Insulinspeicherung wird problematisch. Ohne Zink kann keine funktionierende Blutzucker-Regulation gewährleistet werden.

Die Wirkung von Zink: Zink als Heilmittel

Wer sich schon einmal verletzt hat und Salben für die Wundheilung oder für Ekzeme benötigte, kennt wahrscheinlich eine recht populäre Zink-Wirkung: Die Wundheilkraft.

Oft ist das Zink dabei in Salzen „versteckt“: Zinkacetat, Zinkacexamat, Zinkchlorid, Zinkgluconat, Zinkoxid, Zinkstereat, Zinksulfat oder Zinkundecylenat.

Das klingt alles hochgiftig, ist aber für die Heilung förderlich.

Darüber hinaus hemmt Zink die Resorption von Kupfer im Darm: Der Darm nimmt weniger Kupfer in die Blutlaufbahn auf. Deswegen werden vor allem Zinksulfat und Zinkacetat bei der Bhandlung der Wilson-Krankheit (Morbus Wilson) verwendet. Bei dieser Krankheit ist der Kupferstoffwechsel in der Leber gestört und Zink wirkt hier entgegen.

Wirkt Zink bei Erkältungen? Was ist da dran?

Im Jahr 2015 versuchte eine vielzitierte Metastudie des indischen Institute of Medical Education and Research zu belegen, dass Zink bei Erkältungskrankheiten hilft. Zink soll der Studie nach die Krankheiten mildern und die Dauer verkürzen.

Sie wurde mittlerweile von der angesehenen Cochrane Collaboration, ein globales Netzwerk von unabhängigen Forscherinnen und Forschern, widerrufen. Auch andere Studien konnten diese Wirkung nicht belegen.

Im Jahr 2004 hat jedoch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und die UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen) bekanntgegeben, dass Zink zusammen mit der sogenannten WHO-Trinklösung (in Wasser aufgelöster Traubenzucker, Kochsalz und andere Elektrolyte) bei akutem Durchfall empfehlenswert ist. Die Cochran Collaboration bestätigt diese Behandlung zumindest für Kinder über 6 Jahren und für Regionen mit potenzieller Zink-Unterversorgung.

Zink zur Leistungssteigerung? Hat Zink Wirkung auf unsere Leistung?

Auf eine Konferenz im Jahr 2005 geht die Vermutung zurück, dass Zink bei Kindern die Leistungsfähigkeit erhöht. Eine doppelte Tagesdosis (20 mg) soll dazu führen. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem das visuelle Gedächtnis, die Leistung bei einem Wortfindungstest und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert wurden. Seither gibt es keine Bestätigung oder einen Widerspruch dazu.

Man kann deswegen davon ausgehen, dass bei Kindern Zink die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit u. a. beim Lernen steigert. Für Erwachsene gibt es keine Ergebnisse.

Insgesamt ist die positive Wirkung auf die Konzentration aber leicht erklärbar. Zink beeinflusst nämlich die Fettsäureproduktion in den Gehirnzellen. Fehlen diese Fettsäuren, ist es um die normale Funktion des Gehirns geschehen. Selbst die Neurotransmitter werden nur bei genügend Zink produziert. Das sind Botenstoffe, die an den Synapsen die Erregung einer Nervenzelle auf die andere übertragen. Die sogenannten Glückshormone Serotonin und Dopamin sind ebenso vom Nährstoff Zink abhängig.

Fehlt also Zink, fehlt es uns an den Glückshormomen. Die produzierten Neurotransmitter ermöglichen es erst, dass Reflexe oder Befehle unseres Gehirns überhaupt verarbeitet werden. Forscherinnen und Forscher aus einer Reihe renommierter Institute, darunter auch des Max-Planck-Instituts in Frankfurt am Main, des All India Institutes of Medical Sciences, bestätigen, dass ohne Zink die Konzentrationsfähigkeit schwer leidet. Es gibt ebenso Hinweise, dass auch das Erinnerungsvermögen nicht ohne Zink funktioniert.

Die Zink-Wirkung ist überall spürbar. Deine Konzentration braucht sie unbedingt!

Zusammenfassend kann man sagen, dass du Zink fast überall brauchst. Ohne Zink kein Stoffwechsel, keine Konzentrationsfähigkeit und auch kein Abbau von Schadstoffen. Das ist sogar nur ein Ausschnitt, denn eine angemessene Versorgung mit Zink ist maßgeblich wichtig für:

  • den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel,
  • das Zellwachstum,
  • den Aufbau der Erbsubstanz,
  • die Spermienbildung bei Männern,
  • den Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport,
  • das Binden von freien Radikalen und den Abbau von Giftstoffen,
  • das Blut,
  • die Blutzucker-Regulierung,
  • die Wundheilkraft,
  • die Konzentration und Leistungsfähigkeit.

Eine lange Liste! Die Wirkung von Zink in deinem Körper ist also fundamental.

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